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Sonntag, 17. Dezember 2017

Begegnungsstätten

Postanschrift:
PF 20 01 07
17013 Neubrandenburg

Veranstaltungen:
Stadtteilbüro Ost
Juri-Gagarin-Ring 2
17036 Neubrandenburg

Kontaktpersonen:

jeden Mittwoch
09.00 - 11.00 Uhr
Frau Sabine Baumert

jeden 2. und 4. Montag
14.30 - 16.00 Uhr
Frau Brigitte Zirzow

August Bebel-Platz 1a
17109 Demmin

Telefon 0174 - 7534161

Kontaktpersonen:

jeden Dienstag
14.30 - 16.00 Uhr

jeden Mittwoch
09.00 - 12.00 Uhr

Frau Rosemarie Müller

Schleswiger Str. 8
17192 Waren

Telefon 03991 - 167025
Telefax 03991 - 167025

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Frau Helga Kuhn
Frau Birgit Klähn

Schloßstr. 2 (Kunsthaus)
17235 Neustrelitz

Kontaktperson :

Frau Heidemarie Prillwitz
Telefon 03981 - 447449

Postanschrift:
Rathausstraße 2
17087 Altentreptow

Veranstaltungen:
Feuerwehr Altentreptow

Kontaktpersonen:

Frau Waltraut Götte
Frau Anita Plötz

Stadtbibliothek
Rudolf-Fritz-Str. 8b
17139 Malchin

AWO
Rudolf-Fritz-Str. 20
17139 Malchin


Kontaktperson:

jeden Dienstag
10.00 - 12.00 Uhr
AWO Malchin

jeden 2. und 4. Mittwoch
14.00 - 16.00 Uhr
Stadtbibliothek

Frau Hedwig Studt

Unterstützt durch :



Regionalbereich Mecklenburgische Seenplatte

Demokratischer Frauenbund
Landesverband MV e.V.
Regionalbereich MSE
Postfach 20 01 07
17013 Neubrandenburg

Telefon: 0172 - 9852256
e-Mail :
sieglinde.scheel@web.de

Kontaktperson :
Sieglinde Scheel

Eventberichte 2011
2. Radtour rund um den Kummerower See

Radtour Kummerower SeeDie Kinderferienbetreuung für Kinder aus sozial schwachen Familien aus Demmin und Umgebung steht im Mittelpunkt der diesjährigen Radtour Rund um den Kummerower See, zu der am 21. Mai 2011 der Landrat des Landkreises Demmin, Siegfried Konieczny und der Kreistagspräsident des Landkreises Demmin, Edgar Kliewe, einladen.

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Int. Frauentag 2011

Gedenkrede am Frauenehrenmal - Ravensbrück in der Neubrandenburger Oststadt
Monika Bittkau
Ratsfrau Neubrandenburg

Liebe Frauen und Mädchen, verehrte Anwesende, 

der 8. März wird international als Tag der Frauen begangen. Überall in der Welt werden Verdienste und Erfolge, aber auch die Opfer und Entbehrungen der weiblichen Bevölkerung besonders herausgestellt.

Wir sollten an diesem Tag aber vor allem daran denken, welchen Beitrag die Frauen für eine menschliche Gesellschaft leisten. Und uns allen Kräften entgegen stellen, die heute erneut der Frau ihren Anteil am Leben verweigern wollen. Die Wahrung der Menschenrechte für Frauen, insbesondere ihr Schutz vor Gewalt wurde bereits 1911 von Clara Zetkin eingefordert. Genau 100 Jahre später sind wir als Mitkämpferinnen Clara Zetkins für die Umsetzung ihrer Ziele in Politik und Leben verantwortlich.

Wenn auch die Gleichstellung von Mann und Frau in unserem Land heute gesetzlich geregelt ist, so muss sie doch im täglichen Leben ständig neu verteidigt werden. Wir dürfen daher nicht nachlassen, die Rechte der Frauen national und international immer wieder neu einzufordern. Neustes Beispiel, zeigt ein Vorfall im Iran, dass eine Frau im 21. Jahrhundert gesteinigt werden sollte, weil sie über ihr Leben selbst bestimmen wollte.

Trotz Jahrhunderte langer politischer und gesellschaftlicher Unterdrückung fanden sich immer wieder Frauen, die für ihre Rechte kämpften, die sich mutig und leidenschaftlich für den Frieden und gegen den Krieg eingesetzt haben. Und das geschah teilweise unter sehr schwierigen, ja gefährlichen Bedingungen. So wurden in der Zeit des Nationalsozialismus gesellschaftlich und politisch aktive Frauen verhaftet, in Konzentrationslager verbracht und starben dort oft qualvoll. Viele dieser politisch engagierten Frauen starben hier in Neubrandenburg im Außenlager des KZ Ravensbrück.

Ab 1943 wurden 2000 weibliche Häftlinge verschiedener Nationalitäten im Waldbaulager des KZ Ravensbrück südlich der Stadt Neubrandenburg gezwungen Steuerungs- und Zündteile der V1-Flugbombe unter unmenschlichen Bedingungen herzustellen. Im Stadtarchiv fand ich folgenden Bericht von Lucienne Saboulard aus Frankreich, die ab September 1943 als KZ-Häftling im Waldlager arbeiten musste, daraus möchte ich Ihnen einen kurzen Ausschnitt darlegen, um ein wenig das Leid dieser dort tätigen Frauen nachzuempfinden:

Das Lager befand sich in unterirdischen Bauten, der Wald zeigte sich in Eis und Schnee. Die verstopften Toiletten liefen über und das Schmutzwasser drang in die tiefer gelegenen Unterkünfte ein. Es gab keine Krankenpflege, keine Medizin. Viele Frauen der Kolonnen trugen noch Sommerkleidung, mit nur einer gestreiften Jacke als Schutz. Die Frauen, die in den Produktionsstätten arbeiteten, nahmen Maschinenputztücher zum umwickeln der nackten Füße in den Holzpantinen. Was natürlich keiner bemerken durfte. Die Suppe beschränkte sich auf einen Liter Wasser, in der durchschnittlich 4 Esslöffel Rüben schwammen. Seife erhielten wir nie. Es kam vor, dass wir an Sonntagen von morgens 9 Uhr bis 17.00 Uhr in der eisigen Kälte stehen mussten. Die SS- Frauen gingen zwischen den Reihen hin und her und kontrollierten, ob auch alle Hände draußen waren.
Wir Gefangenen beobachteten, dass sich in den Reihen Lücken bildeten, wo die Frauen zusammenbrachen- und einige, um nie wieder aufzustehen. Ich erinnere mich an eine Russin, deren Alter nicht zu schätzen war. Sie musste barfuss im Schnee in jeder Hand einen Stapel Mauersteine tragen. Ihre mageren Beine schwollen sichtbar an, während ein SS- Mann sie von einem Wachturm aus beobachtete, bereit, beim geringsten Anzeichen von Schwäche zu schießen.“

Der Bericht dieser tapferen Frau endet mit folgendem Satz:
„Man kann Körper demütigen und quälen, aber der Geist des Menschen bis zu seinem letzten unantastbaren und unzerstörbaren Atemzug lebt. Das ist noch heute die Botschaft dieses von schmerzhaften Schatten verhexten Waldes, wo wir für immer einen Teil von uns selbst gelassen haben, vielleicht den besten, weil den wahrhaftesten.“
Diese an Frauen begangenen Grausamkeiten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind nur die Spitze dessen, wie die Nationalsozialisten mit Frauen und Frauenrechten umgegangen sind. Das passive Wahlrecht wurde abgeschafft. Die Beteiligung der Frauen am politischen Leben wurde systematisch unterbunden, z.B. durch Aufhebung der Zulassung zum Richteramt und Festlegung des Anteils von Frauen an den Studierenden auf maximal 10%. Frauen wurden stattdessen auf ihre Hausfrauen- und Mutterrolle eingegrenzt.

Wenn man sich mit den Fakten der Geschichte vertraut macht, wird doch einem jeden deutlich, dass die Nationalsozialisten das Leben der Frauen auf Küche, Kirche und Kinder einschränkten. Sie damit entmündigten und bevormundeten. Es entsteht die Frage, - wieso sich viele weibliche Anhänger der rechten Szene heute wieder in diese Rolle hineindrängen lassen.

Alle demokratischen Kräfte in unserer Gesellschaft müssen zusammen dafür einstehen, dass Intoleranz, Fremdenhass und Rassenwahn nie wieder dazu führen dürfen, dass sich die Vergangenheit und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit wiederholen. Aus der Erinnerung an die Unterdrückung, aus der Erinnerung an die Opfer werden wir alle immer wieder aufs Neue angehalten, wachsam zu sein und Angriffe auf die Grundlagen unserer demokratischen Gesellschaft rechtzeitig abzuwehren und gar nicht erst aufkeimen zu lassen. Gerade darum sollte uns bewusst sein, dass die Erinnerungen an die Grausamkeiten immer mehr verblassen und die Zeitzeugen immer weniger werden, die uns ihre Gefühle und Erlebnisse wiedergeben können. 

Besinnen wir uns auf unsere eigene Kraft und Zutrauen, um unseren eigenen Weg selber zu bestimmen. Seien wir starke Frauen mit vielen Ideen uns in die Gesellschaft einzubringen und uns für andere stark zu machen!

Ich hoffe, dass die anstehenden Wahlen in diesem so genannten Super-Wahljahr 2011 deutlich zeigen werden, dass mehr Frauen in den Ministerposten oder anderen Wahlfunktionen aktiv werden.

Ich wünsche Ihnen zum Frauentag in diesem Sinne alles Gute und danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Kranzniederlegung Internationaler Frauentag 2011

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