Start Aktuelles & Projekte 29.04.2016 - Veranstaltung des dfb e. V. Kreisvorstand Nbg./MST am Gedenkort "Trauernde" anläßlich des 71. Jahrestages der Befreiung Neubrandenburgs vom Naziregime
Montag, 23. Oktober 2017

Begegnungsstätten

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Veranstaltungen:
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17036 Neubrandenburg

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jeden Dienstag
14.30 - 16.00 Uhr

jeden Mittwoch
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Telefax 03991 - 167025

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17235 Neustrelitz

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Feuerwehr Altentreptow

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Stadtbibliothek
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AWO
Rudolf-Fritz-Str. 20
17139 Malchin


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AWO Malchin

jeden 2. und 4. Mittwoch
14.00 - 16.00 Uhr
Stadtbibliothek

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Unterstützt durch :



Regionalbereich Mecklenburgische Seenplatte

Demokratischer Frauenbund
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Regionalbereich MSE
Postfach 20 01 07
17013 Neubrandenburg

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e-Mail :
sieglinde.scheel@web.de

Kontaktperson :
Sieglinde Scheel

29.04.2016 - Veranstaltung des dfb e. V. Kreisvorstand Nbg./MST am Gedenkort "Trauernde" anläßlich des 71. Jahrestages der Befreiung Neubrandenburgs vom Naziregime

Auszeichnung

Vor nunmehr einem Jahr wurde der Neubrandenburger Gedenkort „Trauernde“ mit hunderten Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburgern, unter Teilnahme bedeutender  internationaler und nationaler Gäste feierlich eingeweiht. Schon heute kann man sagen, dieser Gedenkort, der den weiblichen Opfern der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Neubrandenburg gewidmet ist, wird von Bürgerinnen und Bürger der Stadt sowie ihren Gäste angenommen.

Ein Gedenkort, der durch eine zivilgesellschaftliche Initiative unter Leitung des Demokratischen Frauenbundes e. V. und aktiver Mitarbeit des Fürstenberger Födervereins Ravensbrück e.V., der Kurt und Herma Römer Stiftung Hamburg, der Stadt Neubrandenburg, des Landkreises MSP, des Landes MV und vieler ehrenamtlich wirkender Helfer geschaffen und getragen wurde durch eine breite Spenden- und Sponsorenarbeit.

Einen Gedenkort zu schaffen und einzuweihen ist die eine Seite, ihn zum festen Bestandteil unseres Wissens, der Mahnung und des  täglichen Lebens  zu machen, die andere. Um das zu erreichen hat sich der Demokratische Frauenbund e. V. auch vorgenommen, alljährlich zum Tag der Befreiung Neubrandenburgs durch die Armee der 2. Belorussischen Front an dieser Stelle eine Gedenkveranstaltung durchzuführen, an diese Zeit zu erinnern und immer mehr auch über diese Zeit berichten.

So wie es die damalige Arbeitsgruppe bereits in den 2 ½ Jahren der Entstehung dieses Gedenkortes in 40 Veranstaltungen mit 1200 Menschen unserer Region in den unterschiedlichsten Personenkreisen mit Detailinhalten getan hat.

Am diesem 29. April fand nun also die erste Gedenkveranstaltung statt, die wir zur Tradition werden lassen wollen.

Der Rostocker Künstler, Wolfgang Friedrich, war eigens dafür angereist, die Opfer zu ehren und legte Blumen nieder.

Besonders beeindruckend war das Gedicht „Nachtschicht“ der polnischen Zwangsarbeiterin  Halina Golczowa, vorgetragen durch unser Kreisvorstandsmitglied Sabine Baumert.

Uns hat sehr gefreut, dass wir bereits mit einer kleinen Pressenotiz Bürgerinnen und Bürger erreichten und sie unserer Einladung folgten.

Diese Gedenkveranstaltung erhielt ihre besondere Bedeutung  durch die Teilnahme der Landtagspräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und  Schirmherrin des Projektes, Sylvia Bretschneider und den Neubrandenburger Oberbürgermeister, Silvio Witt, die beide das Wort ergriffen.

Zu den TeilnehmerInnen gehörten auch der Landtagsabgeordnete Torsten Koplin, der Landrat der Mecklenburgischen Seenplatte, Heiko Kärger, Kreistagsmitglieder und Stadtvertreter, VertreterInnen von Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Neubrandenburg gehört zu den Orten der nationalsozialistischen Zeit mit der höchsten Zahl weiblicher Zwangsarbeit in Deutschland.

Hier in den mechanischen Werkstätten arbeitete auch Shenja Kljonowa.

Shenja, die im April 2013 in der  Neubrandenburger Friedenskirche mit einem symbolischen EURO die Spendenaktion in der Region für diesen Gedenkort eröffnete, bei der letztlich  13.000,00 EURO Spenden aufgebracht wurden, zahlreiche Unternehmen der Region kostenlose Aufgaben für Transport und Aufstellung übernahmen und das Land M-V 12.000,00 EURO zusteuerte.

Shenja, deren Grußbotschaft wir auf der Einweihungsveranstaltung vernahmen.

Shenja verstarb vor wenigen Tagen am 10. April im Kreise ihrer Familie in Stary Krim. Sie hinterlässt 6 Kinder, Enkel und Urenkel. 

Nie mehr wird sie in unseren Schulen, Frauengesprächsrunden oder bei Aktionen als Zeitzeugin dabei sein. Wir aber werden weiter über sie, ihre Zeit und deren Opfer berichten.

Diesem Anliegen sollen auch unsere jährlichen Gedenkveranstaltungen an diesem Gedenkort dienen

Erinnerung und Mahnung ist unser Anliegen.

Sieglinde Scheel