Start Aktuelles & Projekte Gedanken zum 25. Jahrestag des dfb e. V. am 03.11.2015
Montag, 23. Oktober 2017

Begegnungsstätten

Postanschrift:
PF 20 01 07
17013 Neubrandenburg

Veranstaltungen:
Stadtteilbüro Ost
Juri-Gagarin-Ring 2
17036 Neubrandenburg

Kontaktpersonen:

jeden Mittwoch
09.00 - 11.00 Uhr
Frau Sabine Baumert

jeden 2. und 4. Montag
14.30 - 16.00 Uhr
Frau Brigitte Zirzow

August Bebel-Platz 1a
17109 Demmin

Telefon 0174 - 7534161

Kontaktpersonen:

jeden Dienstag
14.30 - 16.00 Uhr

jeden Mittwoch
09.00 - 12.00 Uhr

Frau Rosemarie Müller

Schleswiger Str. 8
17192 Waren

Telefon 03991 - 167025
Telefax 03991 - 167025

Kontaktpersonen:

Frau Helga Kuhn
Frau Birgit Klähn

Schloßstr. 2 (Kunsthaus)
17235 Neustrelitz

Kontaktperson :

Frau Heidemarie Prillwitz
Telefon 03981 - 447449

Postanschrift:
Rathausstraße 2
17087 Altentreptow

Veranstaltungen:
Feuerwehr Altentreptow

Kontaktpersonen:

Frau Waltraut Götte
Frau Anita Plötz

Stadtbibliothek
Rudolf-Fritz-Str. 8b
17139 Malchin

AWO
Rudolf-Fritz-Str. 20
17139 Malchin


Kontaktperson:

jeden Dienstag
10.00 - 12.00 Uhr
AWO Malchin

jeden 2. und 4. Mittwoch
14.00 - 16.00 Uhr
Stadtbibliothek

Frau Hedwig Studt

Unterstützt durch :



Regionalbereich Mecklenburgische Seenplatte

Demokratischer Frauenbund
Landesverband MV e.V.
Regionalbereich MSE
Postfach 20 01 07
17013 Neubrandenburg

Telefon: 0172 - 9852256
e-Mail :
sieglinde.scheel@web.de

Kontaktperson :
Sieglinde Scheel

Gedanken zum 25. Jahrestag des dfb e. V. am 03.11.2015

Auszeichnung

Landesversammlung des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern des dfb e.V. am 03.11.2015

Brigitte Triems, Vorsitzende des dfb e.V.

- 25 Jahre Rückblick auf Geschichte auf des dfb e.V. ist auch Rückblick auf 25 Jahre Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des dfb e. V. .

 

- Entscheidung zur Erneuerung, nicht Auflösung des DFD. Wurzeln nicht geleugnet und nicht gering geschätzt. Namen nicht vollständig geändert. Neue Strukturen – alles auf Ehrenamt umgestellt. Herstellung der Unabhängigkeit von politischen Parteien. Zusammenarbeit mit anderen Verbänden (W.O.M.A.N. und Frauenbrücke Ost-West). Nur durch sachlichen, aber auch kritischen Umgang mit der Vergangenheit als Teil unseres gelebten Lebens kann Wandlung und Neubeginn glaubhaft vermittelt werden.

- Hinweis auf Broschüre von Barbara Koelges: „Von der DDR-Massenorganisation zum modernen politischen Frauenverband“.

- Schwierige Situation: von Juni 1990 bis September 1992 unter Treuhand-Verwaltung

- dfb e.V. verstand und versteht sich nach wie vor als politische Vertretung der Interessen von Frauen in den östlichen Bundesländern und ist als einziger ostdeutscher Verband Mitglied im Deutschen Frauenrat. Eine weitere Besonderheit: dfb als Arbeitgeberin. Aussage von Dr. Angela Icken in ihrer Dissertation: „Der dfb hat erheblichen Anteil an der Umsetzung arbeitsmarktpolitischer  Programme in den neuen Bundesländern.“


Höhepunkte in der Geschichte des dfb e.V.:

- Aktion 1992 „Frauen machen Staat“ – Unterschriftensammlung gegen §218
- Gründung EDFrau und ffair-Reisen
- 1993 – Aufnahme als Mitglied in den Deutschen Frauenrat
- Gründung Sozialwerk und Wohnprojekt UNDINE
- 1994 und 1995 Mitglied im Nationalen Vorbereitungskomitee für die 4. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen und Teilnahme an der WFK in Peking
- 2000 Weltfrauenmarsch in Brüssel
- 2006 Kuba-Reise
- Mitarbeit an Alternativberichten zu den CEDAW-Berichten der Bundesregierung
- Konferenzen in Erkner
- Aktive Mitarbeit in Landesfrauenräten ( in MV auch Landesarmutskonferenz u. Erwerbslosenbeirat )


Zahlen zur Situation der Frauen in Deutschland (2. Gleichstellungsatlas 2013)

- Geschlechtsspezifische Lohnlücke
D = 21,6 % EU-ø = 16,3 %
- Einkommensunterschiede D = 45,3 % EU-ø = 41,1 %
- Rentenlücke D = 45 % EU-ø = 40 %

Zahl der obdachlosen Frauen seit 2012 um 3% gestiegen; liegt jetzt bei 28 %.


Situation in Mecklenburg-Vorpommern:

4. Konzeption der Landesregierung M-V zur Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern ….. für den Zeitraum 2013 – 2016.
Gut, dass Geschlechtergleichstellung als Querschnittsaufgabe in allen Politikbereichen gesehen wird. Aber bei Maßnahmen und Aktivitäten sehr allgemein, ohne abrechenbare Indikatoren und ohne ausreichende finanzielle Ausstattung.


Fakten und Zahlen zur Gleichstellung in M-V:


Entscheidungspositionen:

Landtag 72 % Männer D-ø = 67,7 %

Kommunalvertretungen 75 % Männer D-ø = 73,9 %

Landesregierung 67 % Männer D-ø = 66,5 %

HS-Professuren 84 % Männer D-ø = 80,8 %

Privatwirtschaft 68 % Männer D-ø = 74 %

d.h. dass Männeranteil an Entscheidungspositionen (außer in der Privatwirtschaft) über dem Durchschnitt in Deutschland liegt und im Umkehrschluss, dass die Beteiligung von Frauen an Entscheidungspositionen in M-V unter den Durchschnitt in Deutschland liegt.


Situation auf dem Arbeitsmarkt in M-V

Die Beschäftigungsquote von Frauen liegt mit 54 % über dem Durchschnitt in D (43,9 %).
Die TZ-Beschäftigung von Frauen ist mit 31 % geringer als der Durchschnitt in D (35 %).
Die Betreuungsquote von Kindern unter 3 Jahren ist mit 52 % doppelt so hoch wie im Durchschnitt in D (25,4 %).
Die Arbeitslosenquote von Frauen ist mit 11 % höher als der Durchschnitt in D (6,8%)
Die Verdienstunterschiede  zwischen Frauen und Männern sind mit 4% die niedrigsten unter den ostdeutschen Bundesländern. In D betragen sie 21,6 %.


Zusammenfassung:

Die Zahlen zur Situation von Frauen in Deutschland und auch in M-V belegen eindeutig die Feststellung im vom Europäischen Gleichstellungsinstitut im Juni 2015 veröffentlichten Gender Equality Index: Frauen in der Europäischen Union sind nur zu 52,8 % gleichberechtigt bzw. gleichgestellt. Wenn es so weiter geht, wird die Umsetzung der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern weiterhin ein „Ritt auf der Schnecke“ bleiben, wie es die Wissenschaftlerin Dr. Sabine Berghahn so treffend bezeichnet hat. Aus diesem Grunde müssen Frauenverbände weiterhin Druck ausüben und die Umsetzung ihrer Rechte einfordern. 


Foto mit freundlicher Genehmigung von Isolde Jerxen