Start Aktuelles & Projekte 2010 - Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung
Montag, 23. Oktober 2017

Begegnungsstätten

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Unterstützt durch :



Regionalbereich Mecklenburgische Seenplatte

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Regionalbereich MSE
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Kontaktperson :
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2010 - Europäisches Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung

Siegline ScheelErarbeitet von Sieglinde Scheel (Bild).

In einem Land wie Deutschland mag man auf dem politischen Parkett nicht so gern von Armut und schon gar nicht von wachsender Armut reden. In der Tat sind wir ein hochindustrialisiertes , exportstarkes und im weltweiten Vergleich ein witschaftlich gut entwickeltes und reiches Land. Wir hätten also alle Möglichkeiten, um allen in Deutschlad lebenden ein Auskommen zu verschaffen, das vor Armut schützt.



Meine 8 jährige Mitwirkung in der Landesarmutskonferenz in Mecklenburg-Vorpommern hinterließ andere Erfahrungen. Nur 38 % der Bevölkerung haben als Einkommensquelle die Erwerbstätigkeit, das verfügbare Einkommen je Einwohner beträgt 81 % , der Bruttolohn je Arbeitnehmer/in 79 % des Bundesdurchschnittes und 41 % aller Haushalte haben ein Einkommen unter 1.300 EUR im Monat. 22 % der Bevölkerung leben in Haushalten mit einem einkommen unter 920 EUR. Damit hat Mecklenburg-Vorpommern das niedrigste Einkommen von ganz Deutschland **.

Wie auch der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von 2008 zeigt, wird die Schere zwischen arm und reich immer größer. Teilzeitarbeit, Niedriglöhne, Geringfügigkeitsbeschäftigung und eine steigende Zahl an Langzeitarbeitslosen ziehen Armutslöhne nach sich. Bereiche, in denen besonders Frauen arbeiten. Für Betroffene sind Einschränkungen bei der Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen, kultureller Möglichkeiten und ungleiche Bildungschancen damit verbunden. Für mich eine Vorstellung, die es zu ändern gilt. Von der Politik erwarte ich Handlungsoptionen und Maßnahmen, die strategisch gesehen ein Armutbekämpfungsprogramm darstellen. Als politisch Aktive möchte ich weitere Mitstreiterinnen gewinnen.

Eine Chance gibt die " Nationale Strategie für Deutschland zur Umsetzung des Europäischen Jahres 2010 gegen Armut und soziale Ausgrenzung". 2010 wurde auf Beschluß des Europäischen Parlaments und des rates vom 22.10.2008 zum Europäischen Jahr erklärt. Die daraus entwickelte nationale Strategie ermöglicht Akteuren/innen vielseitige und öffentlichkeitswirksame Aktionen auf allen Ebenen. Es bietet die Gelegenheit, Armutsrisiken stärker in das öffentliche Interesse zu rücken und soziale Integration zu fördern. Die EU-Kommission und der Bundeshaushalt stellen insgesamt für Deutschland 2.250.000 EUR zur Verfügung, davon 1.240.000 EUR für Projektarbeit.

Der Deutsche Frauenrat kann diesen Prozess aktiv unterstützen. Er wird durch mich in einem eigens dafür berufenen Programmbeirat (21 Mitglieder) vertreten. Nunmehr sind die Vorbereitungen für den Start in die Projektarbeit abgeschlossen. Sie findenmehr Informationen im Internet unter www.ej2010.de . Ich möchte alle Interessierten darin bestärken, Anträge einzureichen und wünsche bei der Umsetzung viel Erfolg.

** Referentenentwurf des 1. Armuts- und Reichtunsbericht v. M-V 2006